R8.3  Verfahrenskosten (Gerichts- und Anwaltskosten)

Wer trägt die Kosten?
Die Kosten der ersten Instanz (Familiengericht) werden nach § 93a Abs. 1 ZPO "gegeneinander aufgehoben"; d. h. jeder der Ehegatten trägt die Hälfte der Gerichtskosten sowie die eigenen Anwaltskosten. Dies gilt auch für die Folgesache Versorgungsausgleich.
Die Kosten der Rechtsmittelinstanz (OLG/BGH) tragen grundsätzlich auch die Ehegatten (§ 93a Abs. 1 ZPO).
Ausnahme: 
Wurde ein Rechtsmittel erfolglos eingelegt, trägt derjenige die Kosten, der es eingelegt hat (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Welche Kosten fallen an?
Es fallen Gerichtskosten an (§§ 1 Ziffer 1 Buchstabe b, 3 Abs. 2, 49 GKG):
siehe Kostenverzeichnis - KV - zum GKG:
1320 ff. (Beschwerde)
 
1330 ff. (Rechtsbeschwerde)
Kosten, die beim Gericht "bei richtiger Behandlung der Sache nicht entstanden wären, werden nicht erhoben" (§ 21 GKG) - siehe R7.1.5 >>(ZPO 621 bis 630 R7.1.5).
Daneben können auch Anwaltsgebühren nach dem RVG anfallen.
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